Beratungsangebote für Betroffen

Warum ist eine Unterstützung für Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien sinnvoll?

Familien ähneln in gewisser Weise einem Mobile: Dabei verbinden freilich keine Fäden, sondern Beziehungen -  zwar unsichtbar, dafür aber sehr stabil - die Familienmitglieder miteinander.

 

Diese starken `Verbindungen´ sind es auch, die uns reagieren lassen, wenn ein Familienmitglied sich freut, traurig, wütend, sorgenvoll oder erkrankt ist. Die anderen freuen sich, weinen oder leiden mit. Ähnlich einem Mobile: Wenn es in Bewegung kommt, bewegen sich alle Teile mit.

So sind auch alle betroffen, wenn ein Familienmitglied an Sucht erkrankt ist. Alle möchten helfen, die Erkrankung und das Leiden zu überwinden.



Kinder und Jugendliche sind Teil des `Beziehungsmobiles´ und reagieren (helfen) auf eine kindgemäße Art, indem sie u.a.:

  • auf gemeinsame Zeiten mit den Eltern verzichten
  • jüngere Geschwister und/oder den Haushalt versorgen
  • keine Freunde mit nach Hause bringen, um den/die Erkrankte/n zu schützen
  • eigene Bedürfnisse zurückstellen
  • Gefühle und Verletzungen für sich behalten

 

Viele betroffene Eltern gehen davon aus, dass ihr Kind nichts von der familiären Belastung mitbekommt und daher auch keinen `Schaden´ davon getragen hat. Aufgrund der `Beziehungsfäden´ nehmen Kinder die familiäre Situation jedoch sehr genau wahr, bemühen sich, die Eltern zu entlasten, indem sie schweigen, um nicht zu einer zusätzlichen Belastung zu werden.



News

Drachenherz feiert in diesen Tagen 10jährigen Geburtstag! Das Präventiv-Angebot für Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien wurde am 01.11.2007 gegründet und ist aus der psychosozialen Versorgung der Stadt Marburg und des Landkreises Marburg-Biedenkopf nicht mehr weg zu denken! Wir danken allen Kooperationspartnern für die langjährige und positive Zusammenarbeit!